Daunendecke

Noch in den 70er Jahren war es üblich, dass man als Oberbett eine Daunendecke hatte. Nach und nach etablierte sich die Kunstfaser mehr und mehr in jedem Lebensbereich und so auch im Bett. Daunenbettdecken wurden zunehmen durch Kunstfaserdecken ersetzt.

Durch das Umdenken im Hygienebereich traten auch mehr und mehr Allergien auf. Viele Menschen reagierten allergisch auf die Federn oder auf Hausstaubmilben. Somit erfuhr das Kunstfaseroberbett einen Siegeszug und verdrängte mehr und mehr die Daunendecke aus dem Schlafzimmer. So langsam besinnt man sich zurück, da das Schlaferlebnis unter einer Daunendecke doch ein angenehmeres ist als unter der Kunstfaserdecke, auch wenn diese noch so hochwertig ist.

Beim Kauf einer Daunendecke muss man sich überlegen ob man eine Kassettendecke oder ein Ballonbett möchte. Als Kassettendecke werden Oberbetten bezeichnet die mehrere Steppnähte besitzen. Als Ballonbett wird ein Oberbett völlig ohne Steppnähte bezeichnet.

Oberbetten werden angeboten in verschiedenen Größen die Standartgröße ist hier 135 cm mal 200 cm.

Für die Füllung der Daunendecke werden ausschließlich Daunen von Gänsen und Enten verwendet. Sie sollten darauf achten, dass die Daunen von artgerecht gehaltenen Tieren stammen und das der Daunenanteil hoch ist. Natürlich ist hier der Preis dann auch etwas höher. Macht sich aber bei einer Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren bezahlt. Als besonderes Füllmaterial gelten die Eiderdaunen, die Wärmeisolierung ist hier besonders hoch.

Erkundigen Sie sich nach der Herkunft der Daunenfüllung, Enten und Gänse aus kalten Regionen haben ein dichteres Gefieder als Tiere aus wärmeren Klimazonen. Stammen die Daunen etwa von asiatischen Gänsen oder Enten so handelt es sich oft um Daunen von Schlachtvieh und somit um minderwertige Ware.

Die Bezeichnung „reine Daune“ sagt aus, dass hier zur Füllung 100% Daunen verwendet wurden. Bei der Bezeichnung „fedrige Daunen“ sind in der Füllung 60 % Daunen und 40 % Federn enthalten. Sicher haben Sie schon einmal die Bezeichnungen „Dreivierteldaune“ und „Halbdaune“ auf Oberbetten gelesen. Dreivierteldaune sagt aus, dass der Anteil an Daunen 30 % und an Federn 70 % beträgt. Bei der Bezeichnung Halbdaune könnte man davon ausgehen, dass es sich um ein Mischungsverhältnis von 50 % Daunen und 50 % Federn handelt, dem ist aber nicht so. Das Mischungsverhältnis beträgt hier 15 % Daunen und 85 % Federn. Eine Daunendecke darf nur als Daunendecke bezeichnet werden, wenn der Daunenanteil mindestens 60 % beträgt, liegt er darunter handelt es sich um ein Federbett.

Eine gute Daunendecke muss man nicht waschen, es sei denn es handelt sich um extreme Verschmutzungen. Für die Wäsche von Daunendecken ist ein Spezialwaschmittel erhältlich. Sicherer ist es dagegen die Daunendecke im Fachhandel reinigen zu lassen. Die Daunendecke wird täglich, außer bei feuchtem Wetter ins offene Fenster zum trocknen gelegt. Man sollte die Decke einige Male gut aufschütteln und nochmals zum trocknen ins offene Fenster legen. Auch wenn es vielleicht schöner aussehen mag, so sollte man doch auf den Gebrauch einer Tagesdecke verzichten. Eine Tagesdecke verhindert das ungehinderte Auslüften der Daunendecke, das reduziert die Haltbarkeit.

Der Handel bietet Daunendecken mit einer Füllung aus gräulichen und bräunlichen Daunen an und aus weißen Daunen. Dabei ist nur der optische Aspekt ausschlaggebend, denn beide Sorten wärmen und isolieren gleich gut. Weiße Daunen wurden gebleicht, Daunendecken mit weißen Daunen sind teuer als Decken mit grauen oder braunen Daunen.

Sollten Sie gerne helle Bettwäsche benutzen kann es ein optischer Aspekt sein, denn die dunkleren Daunen können durchschimmern.
Achten Sie neben dem Daunengehalt auch auf ein vernünftiges Inlett mit einer hohen Fadenzahl.
Entgegen aller Meinungen und Theorien, sind Federn und Daunen keine Allergieauslöser. Achten, sie auf ausreichende Lüftung für Ihre Daunendecke, dann haben Milben keine Chance sich einzunisten.